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Studien in der Region

Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs)

ICD-Code
C53.-

Diese Tumorart stellt im den zweit häufigsten Tumor nach dem Brustkrebs bei der Frau dar. 20% aller neu aufgetretenen Krebserkrankungen ist der Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom).
Ursächlich wird angenommen, dass der Gebärmutterhalskrebs durch Warzenviren (Humane Papilloma Virus) ausgelöst wird.

Der Gebärmutterhals stellt den aus der Scheide (Vagina) in den Gebärmutterkörper führenden Teil der Gebärmutter dar. Der sich in die Scheide vorstülpende Anteil dieses Gebärmutterhalses (also der vom Gebärmutterkörper weiter entferntere Abschnitt) wird als Portio bezeichnet und ist der häufigste Entstehungsort von Gebärmutterhalskrebs.
Dafür sind sich in der Geschlechtsreife abspielende, natürliche Veränderungen der Gebärmutterhalsschleimhaut verantwortlich: Hormonell gesteuert, kommt es zum Vorwachsen von Schleimhaut des Gebärmutterhalses (diese enthält zum Schutz gegen aufsteigende Infektionen kleine Drüsen, die einen antibakteriell wirksamen Schleim bilden) nach außen in Richtung Scheide.
Vor der Pubertät ist die Scheide nur von flachen, übereinander gestapelten Oberflächenzellen bedeckt (sog. Plattenepithel). Bedingt durch diese Umbauvorgänge ist die Schleimhaut des vorderen Gebärmutterhalses (die Portio, s.o.) besonders empfindlich für bakterielle, mechanische, u.a. Reize.
Häufige Entzündungen begünstigen daher die auf dem Boden von vorgeschädigten Zellen ihren Ausgangspunkt nehmende Tumorentstehung.

Die verschiedenen Vorschädigungen (zusammengefasst werden sie als cervicale intraepitheliale Neoplasien, kurz CIN, d. h. als auf den oberflächlichen Zellverband beschränkte Neubildungen des Gebärmutterhalses, bezeichnet und je nach Ausmaß der Zellveränderungen in Stufen von I bis III eingeteilt) wachsen zunächst noch nicht ins umliegende Gewebe ein (= invasives Wachstum), aber sind mittels Abstrichuntersuchung und Kolposkopie (s.u.) nachweisbar

 



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